Nach zwei verpatzten Spielen die Borussia Dortmund auf einen Abstiegsplatz der Tabelle führten, konnte der BVB jetzt beim zweiten Heimspiel in dieser Saison endlich wieder einmal gewinnen.
Gast im Signal-Iduna-Park war der FC Energie Cottbus aus der Lausitz. Ein lustiger Zufall war es, dass ich die zwei Wochen zuvor in Cottbus war und dort im Partnerhotel des FC übernachtete und man mehrfach Spieler von Cottbus (wie z.B. Torhüter Tomislav Piplica) in der schönen Innenstadt sehen konnte. Theoretisch hätte ich Energie Cottbus bei der Reise ins Ruhrgebiet begleiten können - aber da hätte Energie Cottbus lieber noch weitere Fans mitbringen sollen, denn Presseberichten zufolge sind nur 500 Fans vom FC Energie Cottbus nach Dortmund gereist. Was natürlich auch an der weiten Strecke liegen mag - aber in der letzten Saison sind bei der damaligen Partie, die sogar noch ungünstiger (Sonntags!) angesetzt war, noch mehr als 750 Fans mitgekommen.
Natürlich hat die Affäre Weidenfeller im Vorfeld für einige Verwirrung und auch Ärger gesorgt, so wurden auf der Südtribüne (das sieht man leider auf dem linken Bild der Südtribüne nicht) auch Transparente zur Unterstützung von Roman Weidenfeller gezeigt und auf einem Banner stand “Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den DFB!”.
Ungeachtet dessen was jetzt wirklich vorgefallen war ist zumindestens korrekt - denn der DFB hat in dieser Angelegenheit sich nicht wirklich glücklich verhalten.
Aber zurück zum eigentlichen Spiel:
Die erste dicke Chance hatte Cottbus bereits in der ersten Minute - doch der BVB-Torwart Marc Ziegler verhinderte ein frühes Führungstor. Ab dann begann eigentlich das Dortmunder Toreschießen - nur fehlte immer der letzte Schritt, der das Runde in das Eckige bringen sollte. Der BVB knackte zwar die Cottbusser Mauer, aber die Mauerspechte waren nicht wirklich fähig den Ball schlußendlich noch im Tor zu versenken.
Erst kurz vor dem Ende der zweiten Halbzeit wurden die Dortmunder endlich belohnt - Florian Kringe schoss das 1:0 und man konnte im Stadion ein großes Poltern hören. Mehreren zehntausend BVB-Fans fiel in diesem Augenblick ein riesiger Stein von Herzen, denn hierbei handelte es sich um das erste Führungstor der Bundesliga-Saison 2007/2008 für den BVB!
A propos mehrere zehntausend: Der Signal Iduna Park war relativ leer - nur rund 65.000 Zuschauer waren vor Ort, so dass z.B. die Eckbereiche (siehe Bild rechts) sehr leer aussahen.
In der Halbzeitpause muss der Energie-Trainer Petrik Sander seinen Spielern ein wenig die Leviten gelesen haben, denn zu Beginn der zweiten Hälfte machen die Cottbusser wieder mehr Druck und hätten das Spiel deutlich gewonnen, wenn Eckbälle Tore gewesen wären. Gefühlte zehn Ecken in fünf Minuten brachten dem FC jedoch insgesamt nur 0 Tore und somit konnte der BVB durch die beiden Vorlagen von Delron Buckley auf Diego Klimowicz seinen Stand von 1:0 hinten (bei der 0) halten und vorne auf ein 3:0 erhöhen.
Insgesamt gesehen hat der BVB deutlich verdient gewonnen - wobei der Sieg von den Chancen her eigentlich noch höher hätte ausfallen können. Aber egal - im Endeffekt ist das Wichtigste, dass der BVB seine ersten Punkte geholt hat.
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