Als Fan von Borussia Dortmund hat man es derzeit nicht leicht.
Vor allem nicht wenn man im Büro vor allem Fans der beiden anderen Revier-Derby.de-Mannschaften hat… mit den einen hat man sowieso eine fußballerische “Fehde” aufgrund der ewigen Konkurrenz und die anderen (nahezu gleichfarbigen), hätten gerne auch mal so ein Verhältnis zu Schwarz-Gelb und jubeln jetzt, weil sie zum ersten Mal seit gefühlten 30 Jahren vor Schwarz-Gelb in der Tabelle stehen…
Da freut man sich dann doch, wenn man solche Glaubensbekenntnisse sieht und liest wie z.B. das nebenstehende Poster der Aktion Borussia Dortmund: Wir bleiben erstklassig.
Lesenswert ist auch das schwarz-gelbe Glaubensbekenntnis eines Autoren von SPIEGEL Online, welches als Glaubensbekenntnis: Gelb-schwarze Götter des Größenwahns bezeichnet ist.
Dort heißt es u.a.:
“[...]
Kommt man aus dem Revier, muss man eine grundsätzliche Entscheidung fällen oder geographisch-familiär vorgeprägt sein. Danach tritt das dritte Gebot in Kraft: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Entweder Schwarz-Gelb oder Blau-Weiß. Für Nicht-Pottler eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera, für andere der Beginn der größten Auseinandersetzung in der Revierwelt. In Dortmund sollen deswegen schon Aral-Tankstellen Pleite gegangen sein.Ich habe mich für die richtige Seite entschieden. Für die gute Seite. Dortmund ist der Himmel, Schalke das Gegenteil.
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Die Geisteswissenschaftler teilen jedes Drama in fünf Akte - vom rasanten Aufstieg bis zum tiefen Fall. Hallo BVB.
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Akt 4, fallende Handlung: Verpasste Ziele, immer ganz knapp, mittlerweile rege ich mich regelmäßig auf, wenn ich Spiele verfolge. Das ist auch gar nicht mehr so oft der Fall, denn im Fernsehen werden meist nur Mannschaften im Europapokal gezeigt. Und nun kommen auch erste Gerüchte über Finanzprobleme auf. In Münster hält BVB-Manager Michael Meier in dieser Zeit einen Vortrag, ich sitze als Fan und Student im Saal. Nichts als Phrasen und Verschleierungen, wie mir später klar wurde, aber damals wollte ich es so gerne glauben.
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Akt 5, Katastrophe: Der Finanzcrash. Alles liegt am Boden, doch der Neubeginn steht bevor. Van Marwijk ist ein guter Übergang. Jetzt kann ein neues Drama beginnen. Thomas Doll wurde gerade eingeführt. Ich glaube in den ersten Tagen: Es kann nur besser werden. Nach den ersten Spielen mit ihm glaube ich das nicht mehr.
Das Beste an dieser Theorie: Ich kann sie auch auf den blau-weißen Erzfeind anwenden, denn der befindet sich gerade auf direktem Wege in die vierte Stufe.
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Aber ich weiß eines sicher, und so pathetisch es sich auch anhören mag: Egal in welcher Liga, sobald ich wieder einmal die Südtribüne betreten werde und mich dort berauschen lasse, ist mir das alles egal.
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In dem Wissen, beim richtigen Verein gelandet zu sein.”
Schöner Artikel!
Und er trifft es recht gut - denn Unterstützung für einen Verein hängt nicht von der Liga-Zugehörigkeit ab.
Was sagst du dazu?