Die wahre Borussia (nur zur Sicherheit: die aus Dortmund) gewinnt das Aufeinandertreffen der beiden Borussen-Mannschaften. Im Dortmunder Signal-Iduna-Park empfing der BVB die Namensklauer vom Niederrhein - die Borussia aus Mönchengladbach.
Für beide Mannschaften steht einiges auf dem Spiel: Gladbach steht im Tabellenkeller und Dortmund ist dem Tabellenkeller näher als den aniviserten UEFA-Cup-Plätzen.
Gemäß den Regeln des Phrasenschweins, müßte ich jetzt also einen Heiermann ‘reinwerfen, wenn ich von einem 6-Punkte-Spiel schreibe.
In einem Hauch des Geistes von Malente beorderte der BVB-Trainer Jürgen Röber seine Mannschaft vor dem Spiel noch in die Sportschule Kaiserau zu einem Extra-Training und vermieste damit sowohl Philipp Degen (Borussia Dortmund) als auch seinem Zwillingsbruder David Degen (Borussia Mönchengladbach) die gemeinsam geplante Geburtstagspartie.
Das Spiel selbst begann mit einigen schwarz-gelben Attacken, die den “Auswärtsdeppen” zeigen wollten, wer der Herr im Hause ist. Eine Lektion, die in dieser Saison dem BVB nicht so oft gelungen ist. Diesmal sollte es jedoch klappen und nach ca. zwanzig Minuten konnte der BVB mit einem genialen Torschuß von Alexander Frei (auf eine schöne Vorlage von Tinga) hin das erste - und leider einzige - Tor für den BVB erzielen.
Danach plätscherte das Spiel jedoch nicht einfach nur so daher, sondern zeigte den Angriffswillen der Dortmunder. Wäre der Schiedsrichter Markus Schmidt mit seinen teils interessanten Regelauslegungen nicht gewesen, hätte Dortmund auch noch höher gewinnen können, denn mindestens zwei Elfmeter wurden dem BVB verwehrt.
Wobei ich das mit den Schmidt’schen Entscheidungen natürlich durch die schwarz-gelbe Brille sehe. Faszinierend dabei jedoch, daß der Kommentator der Arena-Partie Borussia Dortmund - VfL Mönchengladbach (Martin Groß) es genau so wie ich sieht, während der Kommentator der Arena-Konferenz (Werner Hansch) das nicht als elfmeterwürdig ansah.
Tabellarisch hat sich für Dortmund nichts geändert - weiterhin Platz 9. Die Gladbacher nisten sich jedoch auf Platz 16 ein und wenn die A40-Nachbarn des VfL Bochum morgen gegen Bielefeld gewinnen, dann wird auf der Alm der Zement angerührt, der die Gladbacher ganz, ganz unten festhält (momentan ist Bochum zwar einen Platz besser als Gladbach, hat aber ebenfalls nur 20 Punkte).
PS: Und wenn der Verein aus Herne-West mal patzt (nur 2:2 gegen Wolfsburg), dann muß natürlich die Nr. 2 aus Bremen auch patzen und verlieren. Wozu auch die Tabellenspitze wieder erobern?
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